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dieser Brief an Sie wird im Jahre Zweiundzwanzig20  geschrieben.

Da es eine Bedingung unserer menschlichen Existenz ist an Raum und Zeit gebunden zu sein, kann es natürlich nur unter bestimmten Bedingungen sein, daß Sie ihn lesen können: entweder Sie leben nicht mehr als Mensch auf dieser Erde und sind damit nicht mehr an Zeit und Raum gebunden, oder Sie existieren in Ihrer Phantasie für einen Moment in der Zukunft oder der Brief ist in Wirklichkeit in Ihrem heute geschrieben. Lassen Sie uns doch einfach annehmen, daß Sie eine Nachricht aus der Zukunft bekommen.

Es ist nicht einfach zu sagen, was man damals zu Beginn des 21. Jahrhunderts hätte anders machen sollen, denn wir kennen ja heute den weiteren Verlauf der Ereignisse. Man kann die Dinge, die passiert sind, nicht ändern. Das ist so, und das wird immer so sein.
Aber dennoch, Einiges kann man von heute der Vergangenheit vor 200 Jahren schon raten:

Der Wert des einzelnen Menschen muß erhöht werden und das könnt ihr nur selber tun, indem Ihr Euch und die Mitmenschen mehr achtet, gegenseitig helft und voran bringt. Jeder kann wachsen und in jedem Alter. Ihr werdet nur entweder gemeinsam wachsen oder untergehen. Es ist Eure Lebenszeit und sie kann noch ungeahnte Wunder bringen. Sie kann auch viel länger dauern als Ihr heute denkt, deshalb nie wieder "Nach uns die Sintflut!"  Vielleicht müßt Ihr sonst alles noch selbst bezahlen.
Der Wert des Menschen hängt eng mit der Freiheit des Einzelnen zusammen. Nemmt die Freiheit nicht als nebensächliche Selbstverständlichkeit hin, verteidigt sie, denn  sie wird immer wieder heftig bedroht.
Freiheit muß ausgebaut und entwickelt werden, damit die Menschen ihre geistgen Energien bündeln können, solange alles unter dem Diktat des Geldes und der weltumspannenden Organisationen steht, kann es keinen substantiellen Fortschritt geben.
Zur Freiheit gehört die Toleranz. Laßt Euch nicht in neue religiöse oder ideologische Gräben treiben. Eine Religion der Intoleranz kann Gott nicht gefallen. Je mehr die Menschen miteinander zu tun haben, um so besser werden sie auch miteinander zurecht kommen und sich verstehen.
Jeder muß das Recht haben Gott so zu sehen und anzubeten, wie er es will. aber niemand darf das Recht sich anmaßen, andere mit seiner Religionsauffassung zu  quälen und zu terrorisieren. Ächtet die Religionsverbrecher und laßt sie nicht die Welt in einen letzten Religionskrieg treiben.

Was Ihr noch zu wenig versteht oder gar ablehnt: Ihr müßt die Anzahl der Menschen reduzieren.
Nur eine zahlenmäßig geringere Menschheit kann weiter wachsen. Nicht die große Zahl sichert das Überleben der Menschheit, sondern das Gegenteil.
In vielen Teilen der Welt ist schon eine natürliche Bewegung des Rückgangs der Geburtenrate eingetreten, das sollt Ihr nicht bekämpfen sondern weltweit verallgemeinern. Die Befreiung der Frauen vom Joch der traditionellen Familie und von ihrer Beschränkung auf die Fortpflanzungsfunktion wird helfen, daß es durchschnittlich nur noch 1 bis 2 Kinder pro Frau geben wird. Damit wird die Anzahl der Menschen sich schnell vermindern, selbst wenn die Menschen weiter älter werden.
Alle Probleme die mit der geringeren Zahl der Menschen zusammen hängen sind lösbar.

Aber Ihr müßt auch wissen, dass die große Zahl der Menschen, ein großes Potential für Zukunftsveränderungen darstellt: die Rasanz der Entwicklung in Eurer Zeit kommt hauptsächlich durch eine große Zahl intelligenter Menschen und deren ungehinderter Kommunikation. Ihr müßt das nutzbar machen, etwas Negatives kann auch etwas Positives bewirken, umgekehrt leider auch.
Ihr müßt Euch mehr Mühe geben die Zukunft zu gewinnen und die Welt  zu entwickeln: gerade auch um sie zu erhalten.
In Eurer Zeit bedeutet gerade der Kampf für Veränderung die Erhaltung dessen, was wertvoll an der alten Welt ist. Denn wenn Ihr nichts ändern wollt, werden die Veränderungen genau im Gegensinn ablaufen und die Welt wird leiden, vielleicht auch sterben, ausgeplündert, verpestet, zerstört und ohne Hoffnung.


Ihr müßt Euch schneller weiter entwickeln, Ihr müßt so schnell wie möglich eine neue Kulturstufe erreichen, damit Ihr nicht zu tief fallt, wenn Ihr von der augenblicklichen Stufe abstürzt.
Ihr seit zu anfällig durch Eure zu große Zahl, Eure zu starke Abhängigkeit von Wirtschaftsgütern besonders von Energie, besonders von fossilen Brennstoffen. Und Ihr seid zu verwundbar, da Ihr die Individuen zu wenig schätzt und entwickelt. Jeder einzelne Mensch zählt mit seinen individuellen Fähigkeiten, wenn mal nicht mehr aus dem Vollen geschöpft wird.
Und Ihr müßt mehr nachdenken. Ihr müßt kreativer, edler, kühner und auf die Zukunft orientiert denken, dann braucht Ihr auch keine Angst zu haben, was immer auch passieren wird.
Wenn Ihr denkt, Ihr hättet schon den oberen Rand errreicht, so laßt Euch sagen: ihr steckt noch in den Anfängen der Menschheitskultur, Ihr habt noch nicht die bestehenden Möglichkeiten voll genutzt, noch viel weniger habt Ihr darüber nachgedacht, wie Ihr jenseits der bestehenden Möglichkeiten weiter kommt.
Eure Technik ist nicht so modern wie Ihr denkt, nicht stabil und absolut nicht zukunftssicher. Jeder Stromausfall kann Euch in Panik versetzen, jeder anhaltende Stromausfall in andauernde Kälte und Finsternis verbannen.
In die Überwindung der Herrschaft der Technik habt Ihr noch kaum einen Gedanken investiert.
Eigentlich wißt Ihr überhaupt nicht, wie Ihr die nächsten 100 JAhre überleben sollt, dabei werden viele von Euch noch hundert Jahre leben.
Ihr habt auch keine Idee wie es mit Eurem Weltwirtschaftssystem weiter gehen soll. Ihr wißt bestenfalls, daß es nicht auf Dauer so weiter gehen kann.
Ihr müßt die Armut überwinden, denn die Armut ist die Quelle von vielen Konflikten in der WElt, die Euch allen sehr gefährlich werden können. Armut kann zu Haß und Krieg führen. Laßt es nicht swo weit kommen, es ist für alle genug da, wenn ihr alle bescheiden genug seid. Bedenkt, daß ihr, wenn ihr die Bescheidenheit nicht selbst lernt, die Geschichte sie Euch beibringen wird und ihr dann vielleicht ärmer dasteht als zu Eurer Zeit die Ärmsten der Armen.

Die Überwindung der Herrschaft der Technik kann noch nicht Eure Aufgabe sein. Vor der Überwindung kommt die Perfektionierung der Technik. Aber Wissenschaft und TEchnik sind nicht neutral und wertfrei. Es muß versucht werden, die Technik mehr für die Menschen nutzbar zu machen, anstatt immer mehr neues Spielzeug zu entwickeln. Und man muß versuchen sie besser verständlich und besser handhabbar zu machen, das heißt die technische Intelligenz der Menschen erhöhen.
Die Überwindung der Technik steh erst auf der Tagesordnung , wenn die Menschen geistig so gewachsen sind, daß sie immer weniger technischer Hilfsmittel bedürfen.
"SF" war die DEnkweise der >LowTec<Zeit, von der HighTec-Zeit geht es aber zur Transzendierung der Technik, auch wenn man  zu Eurer Zeit noch nicht  sagen kann, was das bedeutet. Aber es wird klarer werden.